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Ausfahrt nach Leipzig

Am Mittwoch den 4. Mai 2005 war es wieder soweit. Die Wohnwagen wurden für die Fahrt in die große weite Welt gepackt. Das Ziel war der Camping – Platz Turmbergblick in Karlsruhe. Wir, Uli und Renate Hertel, reisten schon am Dienstag Abend an und inspizierten den Platz. Am Mittwoch waren gegen 17:00 Uhr die Familien Borutta, Meyer, Mißbach, Schindler mit unserm jüngsten Clubmitglied Veronique und Triebler mit Enkelin Celine da; es wurde gehämmert und geklopft bis alles an Ort und Stelle war.  Gegen 19:00 Uhr ging es in die Camping-Gaststätte, wo Ruth Greiner und Anita Hiß schon auf uns warteten. Aufgrund unseres Besuches in Karlsruhe spendierten sie einen guten Tropfen. Dafür herzlichen Dank. Bei gutem Essen und Trinken hielten wir es eine Weile aus. Auch der Wirt ließ sich nicht lumpen und spendierte jedem einen Schnaps und jedes Paar erhielt eine Camper – Tasse von AZUR. Den Abschluß machten wir bei uns. Der neue Wohnwagen wurde gebührend begossen.

Der Donnerstag bescherte uns Regen. Jeder gammelte vor sich hin. Inge + Peter trafen sich mit Verwandten. Die Zuhausegebliebenen nützten am Nachmittag das eine Stündchen Wohlwollen von Petrus aus und trafen sich bei Peter und Ilse zur Kaffeetafel – unterm Sonnendach ! – Anita und Ruth brachten eine Linzertorte. Ilse und Sabine hatten Kuchen gebacken. So ging es uns ja nicht schlecht.

 

 

 

 

Gegen 17:00 Uhr besuchten wir den Adamshof bei Kandel/Pfalz. Dort hatte Anita am Vortag noch Plätze reserviert. Bei Pfälzer Musik wurde wieder ordentlich getafelt. Es regnete,deshalb fand der abendliche Abschluß bei Fam. Borutta im Wohnwagen statt. Es wurde  die Strategie für den nächsten Tag festgelegt. Dies war nicht so einfach, aber irgendwann stand das Programm dann fest. Alle wollten ausschlafen und dann die mitgebrachten, noch eingefrorenen Brötchen aufbacken, denn auf dem Campingplatz konnte die Frühstücks-delikatesse nicht erworben werden.

 

Der Freitag begann mit zwei Überraschungen.

 1.) Es regnete !. 

2.) Uli musste früh weg zur Arbeit, und er ließ es sich nicht nehmen,
      jeder Einheit eine Tüte mit Brötchen vor die Wohnwagentür zu
      legen.

  Da es, wie gesagt regnete, entschlossen sich einige von uns zu einem Stadtbummel. Opa und Oma Triebler hüteten ihr Enkelkind. Severine wollte nach Hochzeitschuhen schauen. – Sie hatte aber keinen Erfolg – Inge und Peter besuchten ihre Tochter und ich genoß den „freien“ Vormittag. Gegen 15:0 Uhr trafen wir uns dann vor der Brauerei Höpfner. Eine junge angehende Bierbrauerin weihte uns in die Geheimnisse der Braukunst ein. Zum Schluß gab es dann in der Brauereigaststätte eine Bierprobe. Nach einem guten Essen und 7 (in Worten: sieben) Bierchen unterschiedlichen Geschmacks, traten wir leicht besäuselt und guter Stimmung den Heimweg mit Straßenbahn und Bus an. Die Bushaltestelle war ca. 2 Km vom Campingplatz entfernt. Kurzerhand beschwatzte Daniel den Busfahrer so lange, bis er zustimmte, uns, bis an den Campingplatz zu fahren, was mit großem Hallo aufgenommen wurde. Ein kleiner Umweg wurde dafür gerne akzeptiert. In der guten Stube von Daniel und Sabine wurde dann der Schlummertrunk verabreicht.

 Am Samstag wurden wir, fast hätte uns etwas gefehlt, durch prasselten Regen geweckt. Es regnete den ganzen Tag – fast ohne Unterbrechung -. Zusammen mit Uli und der kleinen Celine machte ich einen Spazier-gang durch KA-…..  Celine taten nach wenigen Metern ihre Ferse weh, doch weder das Eis, welches wir unterwegs verzehrten, noch eine Spezialsalbe, die ich immer dabei habe und mit welcher der schmerzende Fuß eingeschmiert wurde, konnten den Schmerz lindern. So machten wir uns bald wieder auf den Heimweg. Anschließend gingen einige in die Camping-Gaststätte, andere bruzelten im Wohnwagen. Zum Abschlußumtrunk waren wir dann alle beisammen. Es wurde eine Modenschau, mit unserer neuen Camping-Kluft gemacht, und fleißig bestellt. Die Gesellschaft löste sich gegen 20:00Uhr auf. Anita und Ruth fuhren nach Hause und der harte Kern nahm noch einen Schlummertrunk.

An dieser Stelle möchte ich noch feststellen, dass wir alle über die Preise etwas irritiert waren. So teuer hatten wir es uns dann doch nicht vorgestellt.

 

Am Sonntag hieß es dann wieder Abschied zu nehmen. Bereits zu früher Stunde werkelte Peter an seinem Wagen. Er war mit uns in Leipzig zum ADAC Campingtreffen verabredet. Gegen 9:30 Uhr verließ er bereits den Platz. Wir folgten dann um 10:30 Uhr. Deshalb kann ich über die Rückreise der weiteren Einheiten nichts berichten.

 

Renate Hertel

 

 

Camping-Treffen in Leipzig

  

Gegen 19:00 Uhr kamen wir, von Karlsruhe kommend auf dem Campingplatz in Leipzig an. Inge und Peter erwarteten uns schon. Auf zwei je ca. 100 qm großen Grundstücken sollten 3 Einheiten sich aufstellen. Wir planten dies so, dass wir genügend Platz hatten. Den Platz für Anita und Ruth haben wir reserviert und auch der Platz von Fam. Lämmler, einem Ehepaar aus Karlsruhe und mit Ruth und Anita befreundet, hatten wir in Beschlag genommen. Nach kurzer Diskussion – wir hatten 8 Tage vor uns - beschlossen wir, das Vorzelt bzw. das Sonnensegel am folgenden Tag aufzuschlagen und besuchten stattdessen die Camping-Gaststätte um etwas zu essen. Nach Austausch der Reiseerlebnisse in das neue Bundesland  winkte bald der Bettzipfel.

Der Montag begann mit einem Schock. Als wir die Tür öffneten, wehte uns ein eisiger Wind entgegen, der, vermischt mit Regenschauern, recht unangenehm war. Inge und Peter inspizierten den Camping-Platz; wir fuhren in die Stadtmitte und besichtigten den Leipziger Hauptbahnhof. Am Abend saßen wir bei uns und ließen bei einem Schwätzchen den Sekt ( gesponsertby Anita) den Tag ausklingen.

Dienstags fuhren wir zusammen nach Leipzig.  Die Fußgängerzone wurde erkundet. Mittagessen gab es im Maggi – Kochstudio. Zurück auf dem Campingplatz erwarteten wir Ruth und Anita, die auch gegen 19:00 Uhr eintrafen. Den Schlummertrunk gab es bei Inge und Peter im beheizten Vorzelt.

 

 Am Mittwoch fuhren Uli und ich zum Flughafen Leipzig, der uns aber nicht vom Sitz gerissen hat. Er ist groß aber es ist wenig los. Inge und Peter machten einen Verwandtenbesuch. Abends trafen wir 6 uns dann in der Campingplatzgaststätte.

 Donnerstag morgen:  Wir trauten unseren Augen kaum, die Sonne schien. Allerdings bei eisiger Kälte. Die Eisheiligen hatten sich ver-früht. Inge, Ruth, Anita und Peter blieben auf dem Platz und genossen die Sonnenstrahlen. Uli und ich besuchten den Leipziger Zoo. Ein Zoobesuch lohnt sich wirklich, ob für groß oder klein. Als wir zurückkamen war Fam. Lämmler eingetroffen. Es gab ein paar Unstimmigkeiten. Ein Wohnmobilfahrer (Kennzeichen WN !!) hatte sich unbemerkt auf das freigehaltene Grundstück gestellt. Nach einiger Diskussion war die Angelegenheit geregelt. Uns taten aber die Füße weh, so dass nur noch ein „Fernsehstündchen“ angesagt war.

 Freitags schien erneut die Sonne und so machte ich mich mit meinem geliebten Mann gegen 9:00 Uhr auf die Socken. Es stand heute eine Stadtrundfahrt mit dem Bus auf dem Programm. Inge und Peter zierten sich etwas, also zogen wir alleine los. Nach dem Mittagessen in Auerbachs Keller erfuhren wir im Rahmen der Stadtrundfahrt viel über Leipzig. Die Stadtführerin hieß Ingrid Hertel. Es stellte sich heraus, dass es durchaus möglich sein könnte, dass wir verwandt sind.

Eine Analyse der Verwandschaftsverhältnisse wird es an den Tag bringen. Abends nach unserer Rückkehr erzählten und Inge und Peter, dass sie die Stadt per Straßenbahn besichtigt haben. Auch sie konnten von Leipzig viele Eindrücke sammeln.

 

Im Laufe des Tages wurde ein Zelt aufgestellt. Der Platz füllte sich mit am Campingtreffen teilnehmenden Campern.

 Gegen 19:00 Uhr begrüßte uns dann die Camping-Referentin des ADAC Sachsen, Frau Barbara Wuttig. Es wurden original sächsiche Fettbemmen (Schmalzbrot) und Sekt gereicht. Anschließend spielte Stefan Langer zum Tanz auf. Er verstand es die Camper in kürzester Zeit zum Toben zu bringen. Bei Twist, Rock´n Roll, Walzer, Tango, Schunkeln und Polonaise verging die Zeit wie im Flug.

 Am Samstagmorgen hieß es früh aus den Federn zu klettern, denn um 8:30 Uhr mussten alle startklar, für eine Fahrt nach Wittenberg und Wörlitz sein. Pünktlich um 9:00 Uhr fuhren insgesamt 4 Busse vom Campingplatz ab. In Wittenberg angekommen, erwartete uns schon eine Stadtführerin, die uns in einem 2-stündigen Rundgang, viel über Wittenberg und über das Leben und Wirken von Martin Luther, Melanchton, Lucas Cranach und der damaligen Zeit erzählte. Das Luther-Haus, heute Museum, wurde ebenso besichtigt wie der Cranach-Hof und die Schloßkirche, an welcher Luther seine Thesen angeschlagen hatte und in welcher er und Melanchton begraben liegt.

Alle lauschten gebannt, die Führerin verstand es sehr anschaulich zu erzählen. Dann ging es im Laufschritt ins Brauhaus, wo schon das Bedienungspersonal auf uns wartete, um uns mit einem leckeren Mittagessen zu verwöhnen. Ein Blick aus dem Fenster zeigte uns, dass es wieder einmal begonnen hat zu regnen. Die vom Veranstalter als Begrüßungsgeschenk erhaltenen Regenschirme wurden aufgespannt und hurtig zum Bus geeilt. Die Fahrt ging weiter nach Wörlitz und einige wenige (Hertel und Mißbach voran) folgten einer Führerin auf einem Rundgang durch den „Wörlitzer Park“, der auf Veranlassung und nach den Vorstellungen des Fürsten Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau, eines Enkel des „Alten Dessauers“ entstand.

Andere gingen in ein Café und taten etwas für die schlanke Linie. Die geplante Gondelfahrt durch den Park fiel im wahrsten Sinn in das Wasser. Gegen 16:00 Uhr traten wir den Heimweg an, denn ab 19:00 Uhr wartete schon das nächste „Highligt“ auf uns.  Der ADAC lud zu einem Grillabend mit Pfingsttanz. Die engagierte Live-Band löste keine Begeisterungslawine aus, denn die Lust zum Tanzen und Schunkeln war bei „Schnürle-Regen“ und Temparaturen um 5° eher mäßig. Einziger Lichtblick: Die Steaks, die Bratwurst und die Beilagen waren sehr lecker. Gefehlt hat uns Grog oder Glühwein.

 

Frau Wuttig gab noch für uns, aufgrund der Bekanntschaft zu Anita und Ruth  ein Bier aus, für welches ich mich an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich bedanken möchte. Für die Camper vom CCK war aufgrund der widrigen Umstände bald Nachtruhe angesagt.

 

Am Pfingssonntag begann ab 9:00 Uhr       ( bei Sonne) der Camper-Frühschoppen mit Blasmusik. Die Burschen machten echt fetzige Musik und bei Kartoffelsuppe und Würstchen aus der Gulaschkanone verging die Zeit bis zum Aufbruch zum nächsten Programmpunkt ruck-zuck. Um 14:00 Uhr starteten wir mit einer historischen Straßenbahn zur Stadtrundfahrt durch Leipzig. Herr Künnemann, der auch ein Buch über Leipzig geschrieben hat, brachte uns auf eine sehr humorvolle und lustige Art das alte und neue Leipzig nahe. Wir erfuhren auch, dass das Nationalgetränk der Leipziger „Gose“ ist. Es soll ein etwas säuerliches, obergäriges Bier sein, welches allerdings mit Vorsicht genossen werden sollte. Böße Zungen behaupten, man trinkt es am besten so: „ Rechte Hand ums Bierglas, linke Hand auf dem Türgriff ….  der …..  Toilette. Er gab auch einige Gedichte auf Ur-sächsich zum Besten, was allgemeines Gelächter zur Folge hatte.(Ob jeder alles verstanden hat, ist nicht bekannt) Auch erfuhren wir, warum der Blümchen-Kaffee, Blimchen-Gaffee heißt. ( Wer es weiß, bitte vortreten ! Es wartet eine Belohnung.) Wer dabei war, muss schweigen.

Am Abend war den wieder ADAC - Camper-Ball, mit Ehrungen und großem kalt-warmen Buffet. Herz was begehrst Du ? Der Alleinunterhalter Stefan heizte uns wieder ordentlich ein. Zwischendurch wurden die Pokale vergeben. Obwohl, lt. Navigationsgerät, die Route der Anreise bei Peter und Uli exakt mit 604,8 km angegeben wurde, einigte man sich, dass Uli den 3. und Peter den 2. Platz belegte. Mit stolz geschwellter Brust nahmen beide die Pokale entgegen, die eine weitere Zierde unserer Vitrine sein werden. Der 1. Platz ging an einen Herrn Muller aus Luxemburg. Unsere Lachmuskel wurden stark strapaziert, als Hans vom Meister, alias Yves Baumgärtner erschien und einen Witz nach dem anderen riß. Einer ist mir im Gedächtnis geblieben:

Unterhalten sich zwei Rentner auf einer Parkbank: Sagt der eine:

“Mir jucken die Finger, ich glaube mir kriegen mehr Geld“. Darauf der Andere.“ Du, mir jukt´s am Po, ich glaube, die bescheißen uns.“

Mir wollte er das Zaubern beibringen, was aber nicht so erfolgreich war. Dann musste ich ihm Rede und Antwort stehen und siehe da, es klappte. Zur Belohnung gab es eine Luftballonmicky-maus.

 

Ruth spendierte für jeden CCK-ler ein FläschenNordhorner-Doppelkorn-Schnaps. Auch dafür herzlichen Dank.

Dann wurden noch einige flotte Sohlen auf´s Parkett gelegt. Insbesondere konnten wir Inge und Peter bewundern, die eine sehr kuragierte und äußerst sportliche Tanzleistung hinlegten. Uli war schon etwas malade. Der Regen und die Kälte haben dem Ärmsten zugesetzt und so war er aufgrund einer Erkältung nicht in der Lage dem Tanzsport Rechnung zu tragen.(Gotterhalteihm seine Ausreden) Pünktlich um Mitternacht ging es in die „Heia“.

 Am Montagmorgen standen wir bei strahlendem Sonnenschein auf. Wir packen unsere 7 Sachen und machten uns gegen 10:30 Uhr auf den Heimweg. Der ganze Tag war sonnig. Unsere Sonnenbrillen kamen zu erstenmal zum Einsatz. Aber in Karlsruhe war die Herrlichkeit vorbei. Es regnete zum X-ten mal.  Im Regen stellen wir unseren Wohnwagen ab, gingen noch kurz auf ein Schnitzel und dann ab in´s Bett.

Anita und Ruth sowie Familie Lämmler wollten am Dienstag nach Hause fahren. Wir hoffen, sie kommen dort gesund an. Inge und Peter wollen noch einige Tage bleiben. Sie möchten gerne noch Dresden und die sächsiche Schweiz erkunden. Vielleicht schreiben auch sie einen kleinen Bericht. Wir hoffen, daß sie am Tag der Erscheinung dieses Berichtes bereits wohlbehütet wieder zu Hause eingetroffen sind.

 

Abschließend möchte ich die Veranstaltung des ADAC Leipzig loben. Es waren ein paar schöne – obwohl sehr regnerisch – Tage. Ich danke den Organsitatoren. An der Spitze: Frau Wuttig, Herr Müller und Herr Breuer. Schon heute steht für mich fest. In 3 Jahren bin ich wieder dabei.

 

 

An alle Mitglieder des Camping Club´s Kaiserstuhl e.V. im ADAC.

 

Bitte seid mir nicht böse, dass ich mehrere Seiten geschrieben habe, aber es gab viel zu erleben also auch viel zu berichten.

 

Eure

 Renate Hertel

 

  

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